Über uns oder der lange Weg....
Hunde gehörten schon immer in mein Leben. Obwohl ich in meiner Kindheit nie einen eigenen Hund besessen habe, fing ich an, die Hunde der Nachbarschaft auszuführen. "Purzel", ein dreifarbiger Langhaardackel, war mein erstes Opfer. Damals war ich gerade acht Jahre alt und wir gingen mehrere Jahre zusammen aus.
Die nächste große Liebe galt "Django", einem Rottweiler-Schäferhund-Mix. Sein Name war Programm und als er ein halbes Jahr alt war, wurde er in einen viel zu kleinen Zwinger gesteckt. Auch für mich war der Rüde bald zu stark und er ging dann eher mit mir spazieren als ich mit ihm. Damals waren die Begriffe "Erziehung" oder "Beschäftigung" noch nahezu unbekannt beim normalen Hundehalter. Als Django dann in seine zweite Pubertät kam, fiel er seinen Besitzer mehrfach an. Das war dann leider sein Aus und er wurde eingeschläfert.
Danach kamen verschiedene Hunde, die ich ihren Besitzern gerne mal für ein paar Stunden abnahm, unter anderem einer Großfamilie mit drei Langhaar-Collies.
Ich zog zum Studium von Frankfurt am Main ins damalige West-Berlin, hundelos. Und immer fehlte etwas. Ich beschloss, einen Dackel aus dem Tierheim zu adoptieren, denn meine Wohnung im turbulenten Kreuzberg bot eigentlich keinen Platz.
Zu diesem Zeitpunkt ging die Großfamilie mit den drei Collies auseinander und meine Lieblingshündin sollte abgegeben werden. So zog "Lady" im Alter von drei Jahren bei uns ein. Ein wohlerzogener, immer freundlicher Hund, der das Großstadtleben gewohnt war und auch eine gewisse Selbständigkeit mitbrachte. Von gemeinsamen Kneipenabenden ging sie schon mal alleine nachhause, legte sich vor die Haustür und wurde meist von unserem kurdischen Hausmeister ins Haus gelassen. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, ob Lady eine Leine hatte, gebraucht habe ich sie jedenfalls nie.
Lady war in Kreuzberg und nach meinem Umzug nach Schöneberg ein fast schon legendärer Hund, den alle mochten. Gerade ihr "Lassie"-Image machte sie zum beliebten Streichelhund bei den türkischen Nachbarskindern. Auch die Prostituierten in der Potsdamer Straße hatten immer etwas für sie in der Tasche. Wenn mir der städtische Trubel zuviel wurde, sind wir mit der U-Bahn zum Grunewaldsee gefahren.
Es kamen lange Jahre ohne Hund, denn ich stieg voll ins Berufsleben ein.
Wir zogen nach Hamburg und als die Kinder alt genug waren, musste unbedingt wieder ein Hund ins Haus. Lange haben wir hin und her überlegt. Wieder ein Collie, ein Golden Retriever oder vielleicht einen Mischling? Dann lief uns "Bruno" über den Weg, ein stattlicher Hovawart-Rüde mit 72 cm Schultermaß und es war klar: so einer soll es auch werden.
Also kam im August 1994 "Bela", eine blonde Hovawarthündin in unser Haus. Wir lebten inzwischen im grünen Stadtteil Volksdorf und genossen hier die Vorzüge städtischer Anbindung sowie die Nähe zur schleswig-holsteinischen Natur.
2002 kam der erste Labrador zu uns:Junior’s Typical J.Lo (Malou), eine gelbe Hündin aus reinen Showlinien. Wir fingen mit der Begleithundeprüfung an, kurz darauf folgten dann schon Dummy- und jagdliche Prüfungen. 2005 bestand sie die Bringleistungsprüfung im DRC. Malou war die Mutter der drei ersten „Never change“-Würfe.
Bela verließ uns überraschend am 17.Januar 2007.........

Die Arbeitslinie
Im Oktober 2005 zog Light and Shadow's Fockea (Summer) bei uns ein. Ihr Vater entstammt englischen Field-Trial-Linien und auch die Ahnentafel ihrer Mutter weist viele Vorfahren mit retrieverspezifischen Prüfungen auf. So bringt Summer von Haus aus schon viel Arbeitswillen und „will-to-please“ mit (der leider den Showhunden manchmal fehlt). Durch ihr konzentriertes Arbeiten konnten wir schon sehr früh auf Workingtests starten.
Aus unserem Kennel wird man in den nächsten Jahren nur noch Hunde bekommen, die mit Motivation, Freude und Ausdauer ihrer Arbeit nachgehen. Wer einmal einem passionierten Labrador beim apportieren oder der Freiverlorensuche zugesehen hat, wird die Faszination verstehen, die davon ausgeht.
Deshalb blieb aus Summer’s erstem Wurf (D) eine kleine, bezaubernde Hündin, Never change Dacota (Cookie oder besser: der Keks) bei uns.